"Vertrag über die Zusammenarbeit in der 19. Wahlperiode der Hamburgischen Bürgerschaft"
Zum Thema Stadtbahn ist in dem am 17.4.2008 von CDU und GAL unterschriebenen Vertrag geplant:
"Hamburg führt in der laufenden Legislaturperiode eine moderne Niederflur-Stadtbahn ein. Ziel ist die Schaffung eines eigenständigen Netzes in betriebswirtschaftlich sinnvoller Größe (von mindestens 40 km), das die bestehenden Netze ergänzt. Ausgehend vom Betriebhof im so genannten Gleisdreieck wird der erste Streckenabschnitt von Steilshoop bis Borgweg gebaut. Die Koalitionspartner sind einig, dass danach sofort weiter gebaut wird. Allerdings wird ergebnisoffen geprüft, ob zunächst die Strecke - wie von der CDU gewünscht - nach Westen oder erst die von der GAL favorisierte Verbindung über Barmbek in die Innenstadt weitergebaut wird. Ein wichtiger Faktor für die Entscheidung sind die Zuschüsse, die vom Bund im Rahmen des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes zu erwarten sind."
Welche Linien sind sinnvoll und machbar?
Im Januar 2009 wurden die Planungen für die neue Stadtbahn konkretisiert.
Stadtentwicklungssenatorin Anja Hajduk gab Details zur Streckenführung der ersten Linie bekannt. Demnach sollen die ersten Stadtbahnen nicht wie ursprünglich geplant von Steilshoop über Borgweg in Richtung Hauptbahnhof/City rollen. Vielmehr ist der Bau einer 15 km langen Tangentiallinie von Bramfeld/Steilshoop über die U-Bahnstationen Lattenkamp oder Kellinghusenstraße bis nach Altona geplant. Begründet wird die Favorisierung dieser Linienführung mit dem großen Nutzen für zahlreiche Anwohner der Strecke, denen bislang eine Schienenanbindung fehlt. Zudem ist die Verbindung der dichtbesiedelten Stadtteile Winterhude, Eppendorf, Eimsbüttel und Altona, die momentan von den häufig überfüllten Metrobuslinien 20 und 25 bedient wird eine der nachfragestärksten Routen in Hamburg.
In einem ersten Bauabschnitt sollen zunächst der Betriebshof im Gleisdreieck Rübenkamp sowie die Strecke von Bramfeld zur U-Bahn Lattenkamp oder Kellinghusenstraße gebaut werden. Der genaue Streckenverlauf soll bis Mitte 2010 feststehen; wenn alles gut läuft, kann dann 2012 mit dem Bau begonnen werden.
Die Strecke von Bramfeld nach Altona ist aber nur der erste Teil eines 50 km umfassenden Zielnetzes, das Schritt für Schritt realisiert werden soll. (siehe Karte).
Links: Behörde
Abendblatt
Vergangene Überlegungen und Planungsansätze:
Linie 1:
Hauptbahnhof - St. Georg - Uhlenhorst - City-Nord - Steilshoop
Die erste Linie sollte sich jetzt nach dem Willen der alten SPD/GAL Regierung (bis 2001) bereits im Planfeststellungsverfahren befinden. Der nördliche Abschnitt Steilshoop-Borgweg soll nun laut Koalitionsvertrag zwischen CDU und GAL bald gebaut werden. Sie stellt eine direkte schnelle Verbindung von der Großsiedlung Steilshoop über die City-Nord in die Innenstadt dar. Beide sind bisher nicht direkt mit Schnellbahnen erreichbar und die Stadtbahn würde eine erhebliche Verbesserung in absehbarer Zeit bringen. Senator Wagner nannte bei der Ankündigung des Planfeststellungsverfahrens am 24.7.2001 einige Zahlen: Die Fahrzeit von der Jarrestadt zum Hauptbahnhof soll sich zum Beispiel auf elf Minuten halbieren, von Steilshoop zur Mundsburg von 30 auf 20 Minuten und von Steilshoop zum Hauptbahnhof von 33 auf 27 Minuten verkürzen. Wegen der größeren Attraktivität der Stadtbahn rechnet man in der Baubehörde mit zusätzlichen 5000 Fahrgästen pro Tag aus dem Gebiet östlich der Alster.
Die neue Bahn soll weitgehend auf einem eigenen Fahrweg fahren und nur an besonders engen Stellen und auf wenigen Hundert Metern gemeinsam mit dem Autoverkehr geführt werden. Nur etwa zehn Prozent der an der Strecke liegenden Parkplätze gingen verloren.
Linie 2:
Hauptbahnhof - Rathaus - Uni - Hoheluft - Lokstedt - Niendorf
Hier ist bisher die chronisch überlastete Buslinie 102, jetzt Metrobusline 5 unterwegs. Eine Stadtbahn wäre hier die einzige Lösung, denn der Bau einer neuen U-Bahnlinie auf diesem Stück, das eigentlich in die Richtung der U2 gehört, wäre unsinnig.
Linie 3:
Osdorfer Born - Lurup -Stellingen - Lokstedt - Innenstadt
Auch die Großsiedlung Osdorfer Born ist entgegen vielfacher Ankündigungen nie an das Schnellbahnnetz angeschlossen worden, was überhaupt für die ganze Richtung Lurup-Schenefeld gilt. Diese Tangentiallinie stellt eine schnelle Querverbindung dar mit direktem Anschluß an die S-Bahn.
Linie 4:
Altona - Eimsbüttel - UKE - Eppendorf - City-Nord - Bramfeld - Berne - Rahlstedt
Hamburg fehlt es an Querverbindungen. Wer oft mit öffentlichen Verkehrsmittel fährt, weiß es genau. Viele Wege sind am Schnellsten nur über den Umweg "Innenstadt" erreichbar. Die Stadtbahn verknüpft hier die bestehenden Schnellbahnlinien und und rundet das Netz zu einem funktionierenden Ganzen ab.
Kommentare
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Yap Ich denke, die Leitung der Planung angemessen ist und bis zu markieren. Um eine kritische Bemerkung in diesem Aspekt muss man mit einigen Experten im Zusammenhang mit diesem Bereich zu konsultieren. Nach meiner Ansicht nach keine Schuld an.
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000-965 ! 117-201 ! 117-202
Titel des Projektes
Meines Erachtens passt der Titel des Projektes nicht mehr. Die ursprünglich angedachte Streckenführung über Borgweg ist doch längst überholt - wie auch die hier abgelegte Grafik zum Streckenplan zeigt. Der Titel sollte also aktualisiert werden.