Hamburg ist eine Hafenstadt mit ihrer Lage an der Elbe zählt der Schiffverkehr mit zu den wichtigsten Verkehrsmitteln.
Die Entwicklung der HADAG gibt den Hamburgern die Möglichkeit auch auf der Elbe mobil zu sein, als alternative zu anderen Verkehrsmitteln.
Der Anfang:
Seit der Gründung am 08.Oktober 1888 fuhr die HADAG mit mehr als 300 Schiffen im Hamburger Hafen, auf der Elbe, der Nord- und Ostsee, nach England und schließlich auch in Fremde Länder mit dem Kreuzfahrtschiff „Astor". 1983 änderte sich dies und die HADAG schrumpfte und konzentrierte sich auf das Geschäft mit den Hafenfähren im HVV.
Mit der Veränderung der Infrastruktur veränderte sich auch der Hafenverkehr. Werften machten dicht, Elbtunnel, Köhlbrandbrücke und die S-Bahn nach Neugraben wurden fertiggebaut und die Motorisierung nahm zu. 1958 zählte der Fährenverkehr noch 21,3 Millionen Fahrgäste, auf dem Tiefpunkt 1989 dann nur noch knapp 2 Millionen.
Heute:
Heute fährt die HADAG mit 19 Schiffen auf 6 Linien mit 21 Anlegestellen bei Wind, Hochwasser, Eis und Nebel sicher über die Elbe, im Rahmen des HVV Hafenverkehrs. 85 Mitarbeiter sorgen für eine bequeme und sichere Überfahrt. Die HADAG ist eine 100% Tochter der Hamburger Hochbahn AG.
Aus den historischen Hafenbarkassen hat die HADAG ihre modernen Einmannschiffe "FährschiffTyp 2000) entwickelt. Diese bieten Platz für 250 Personen. Zur Zeit sind 8 Schiffe dieses Typs auf der Linie 62 nach Finkenwerder im Einsatz, ein neuntes ist im Bau.
Zukunft:
Von 1997 bis 2005 konnte die HADAG ihre Fahrgastzahlen im Hafenverkehr um 130% steigern. Shuttle-Verkehre für Airbus (Werkverkehr) und König der Löwen sind sehr erfolgreich.
Weiter wird geplant die Linie 62 in die Hafencity (Anleger Sandtorhöft) zuverlängern. Außerdem sind die neuen Anleger Rüschpark auf Finkenwerder (seit 2003) und Dockland, westlich des ehemaligen Terminals der Englandfähre (seit 2005) der Grund für die steigende Zahl.
Durch den HVV-Tarif und moderne Schiffe ist die Wettbewerbsfähig erreicht. Und Durch die Entwicklung der Hafencity, die IGA in Wilhelmsburg und die evtl. nutzung des Grasbrooks lässt sich der Fährverkehr in Zukunft noch weiter ausbauen und erweitern. Um eine noch größere Mobilität über die Elbe zu ermöglichen
Verbindungen:
Elbfähre Cranz - Blankenese: Cranz - Neuenfelde - Blankenese und zurück (Seit Beginn des Winterfahrplans 2005 wird der Anleger Teufelsbrück nicht mehr bedient.)
HVV-Hafenfähre Linie 61: Landungsbrücken - Neuhof und zurück (Tour durch den Hafen mit Blick auf die Köhlbrandbrücke.)
HVV-Hafenfähre Linie 62: Sandtorhöft - Landungsbrücken, Brücke 3 - Finkenwerder und zurück (Schöne Elbfahrt über den Museumshafen, entlang am Övelgönner Ufer, auf die andere Seite der Elbe ins Alte Land.)
HVV-Hafenfähre Linie 64: Finkenwerder - Teufelsbrück und zurück (Vom Elbwanderweg ins Alte Land mit dem Hvv Bus 150.)
HVV-Hafenfähre Linie 73: Landungsbrücken - Oderhöft und zurück (Zum Theater im Hafen, dem Gelände von „König der Löwen", und weiter durch den geschäftigen Hafen.)
Die Fähren und Schiffe der HADAG sind für Hamburg eben so wichtige Verkehrsmittel wie die Bahnen und Busse des HVV. Sie bieten eine schnelle und bequeme fahrt über die Elbe.
Jedoch produzieren auch die leisen dahin gleitenden Schiffe und Fähren Schadstoffe. Der CO2 Ausstoß in die Luft ist nicht viel geringer als bei Autos. Somit wird die Umwelt ebenso belastet, in Küstennähe und in Hafen gibt es zumindest Grenzwerte gegensatz zu dem Hochseeverker auf internationalen Gewässern.
Auch sieht man die Auswirkung des Hafenverkehrs am Wasser und den Wasserwerten des Hafens und der Elbe. Zwar sind die Werte nicht kritisch, aber bei starkem Regen kann es zu einer erhöten Kiembelastung kommen, und allgemein schwanken die Werte zum teil stark. Das wasser ist braun, trüb und sieht "schwer" aus. Durch den Schiffsverkehr muss immer wieder der Grund ausgehoben werden damit die mindest Tiefe des Hafenbeckens eingehalten wird. Dadurch wird die sich aufbauende Wasserumwelt zerwühlt und zerstört. Soweit es Tieren und Pflanzen möglich ist sich dort anzusiedeln, denn durch Schlickablagerrungen und den Verkehrslärm entstehen nicht grade geeignete Lebensräume für Tiere und Pflanzen.