Partikel (-emissionen)

Eine Quelle für die Entstehung von Partikeln im Verkehr ist die unvollständige Verbrennung von Kraftstoffen in Motoren. Andere Quellen können Abriebprozesse an Reifen und Bremsen oder Straßenbelag sein. Die im Verkehr mit dem Abgas freigesetzten Partikel sind zumeist sehr klein. Ihre Größe liegt mit 0,01- 50 µm zum Teil unterhalb der Sichtbarkeitsgrenze. Partikel verweilen z.T. sehr lange (einige Tage) in der Umgebungsluft und können dann über mehrere 100 Kilometer weit transportiert werden.

Partikel haben Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit, auf Pflanzen und auf das Klima (Treibhauseffekt, Niederschlagshäufigkeit). Partikel aus Motorabgasen gelangen bis in die Lungenbläschen und wirken dort u.a. krebserregend. Die Erhöhung des Krebsrisikos macht jedoch nur den kleineren Teil der Wirkung von Partikeln aus. Bedeutender für die menschliche Gesundheit sind allergieauslösende, immunschwächende und toxische Wirkungen, aber auch das Auslösen von Asthma, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und von Herzinfarkten sowie vorzeitigem Tod, z.B. durch eine herabgesetzte Atemfunktion. Da Partikel von Fenstern fast nicht zurückgehalten werden können, muss man für Innenräume mit geschlossenem Fenster von ungefähr 70% der Partikelkonzentration der Außenluft ausgehen.

Durch die Optimierung der innermotorischen Verbrennungsprozesse ist es in den vergangenen Jahren gelungen, die Masse der mit dem Abgas ausgestoßenen Partikel sehr stark zu reduzieren. Statt großer, zusammengelagerter "Rußflocken" werden von modernen Motoren nur noch ganz feine, unsichtbare Partikel emittiert. Die Zahl der emittierten Partikel (Anzahlkonzentration) hat sich hingegen nicht verringert. Man weiß heute, dass sich damit auch ihre Auswirkungen nicht verringert haben.

Rußfiter für Dieselmotoren können die Partikelanzahl im Abgas wirkungsvoll um über 95% reduzieren. Zur Reduktion des größten Teils der Partikel (diese entstehen vor allem durch Abrieb und Aufwirbelung) sind derzeit indes keine wirkungsvollen Maßnahmen bekannt.

verbundene Wirkfaktoren