Flächenzerschneidung - Auswirkung auf Tiere

Für Tiere kommen besonders folgende Auswirkungen in Betracht:

Zersplitterung von Populationen:
Unüberwindbare oder stark befahrene Straßen tragen zur Spaltung von Tierpopulationen in teilweise nicht mehr lebensfähige Teilpopulationen bei.

Begrenzung von Minimalarealen:
Alle Tierarten stellen an ihren Lebensraum gewisse Mindestansprüche. Werden die Lebensräume von einer Straße durchschnitten, so werden die Populationen gefährdet oder zum häufigen Überqueren der Fahrbahn gezwungen.

Zerschneidung von Jahreslebensräumen:
Viele Tierarten wechseln ihren Standort im Laufe des Jahres. Sie werden bei den Wanderungen schnell zu Verkehrsopfern, wie z. B. bei der Wanderung der Erdkröte zwischen Sommerquartier und Laichgewässer. Durch Flächenzerschneidung kann es bei Amphibien zur vollständigen Isolation und schließlich zum Aussterben der Laichpopulation kommen, wenn die Entfernung zu anderen Teilpopulationen so groß wird, dass ein Individuenaustausch kaum mehr oder nur mit hohen Verlusten möglich ist. Auch aufwendige Maßnahmen, wie Krötentunnel, können diese Isolationswirkung nicht verhindern. Für große Säugetiere werden Mindestflächen von bis zu 10.000 ha geschätzt (UZV-Räume).

verbundene Wirkfaktoren